Fragen und Antworten

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Welche Vorteile hat das gemeinschaftliche Bauen und Wohnen?

 

Das folgende Video bietet einen kurzen Einblick in das Thema:

Wie kann man sich an einem Projekt beteiligen?

 

Es gibt abgesehen von der Bildung einer Gruppe im Freundeskreis zwei Möglichkeiten in ein Projekt einzusteigen.

 

Die sicherste Variante, einen Platz im Projekt zu bekommen ist die Teilnahme an der Projektgründung. Steht ein Grundstück für den Bau eines Wohnprojektes zur Verfügung, wird eine Interessentengemeinschaft gebildet. Über Workshops und abendliche Treffen werden die Menschen informiert, kommen ins Gespräch und beginnen, sich kennen zu lernen. Wenn die Chemie stimmt, bleiben die Menschen in der Projektgruppe und entwickeln ihr gemeinsames Konzept des nachbarschaftlichen Wohnens. Nach dieser Konzeptentwicklung kommt dann die zweite Möglichkeit des Einstiegs in eine Projektgruppe zum tragen.

 

Eine bestehende Projektgruppe legt in ihrem Konzept die gewünschte Bewohnerstruktur fest. Damit ergibt sich, wer noch in das Projekt einsteigen kann. Oft wird eine Quote festgelegt. Wenn Kinder im Projekt wohnen sollen, ist es für die Familien meist wichtig, daß noch andere Familien, möglichst mit Kindern im gleichen Altersbereich, dort wohnen. Eine Familienquote bringt allen die Sicherheit, daß das Projekt schließlich die Bewohnerstruktur hat, die im Konzept vereinbart wurde.

 

Wer sich also einer bestehenden Projektgruppe anschließen möchte, meldet sich als InteressentIn und wird von der Projektgruppe zum gegenseitigen Kennenlernen eingeladen. Da vorrangig Menschen eingeladen werden, die den Suchkriterien für das Erreichen der gewünschten Bewohnerstruktur entsprechen kann es sein, daß man auf der Warteliste landet und nur bei ausscheiden eines entsprechenden Projektmitgliedes eingeladen wird.

Wie funktioniert der Ausstieg aus einem Projekt?

 

Bei dieser Frage muß man zwischen Projekten mit individueller und gemeinschaftlicher Finanzierung unterscheiden.

 

Besteht ein Projekt aus Eigentumswohnungen oder Häusern, die individuell finanziert sind, erfolgt der Ausstieg durch den Verkauf der eigenen Wohnung.

 

Bei gemeinschaftlicher Finanzierung gestaltet sich der Ausstieg anders. Da die gemeinschaftliche Finanzierung wegen der gewünschten Haftungsbeschränkung und den Mitbestimmungsmöglichkeiten bei Bewohnerwechsel in der Regel über ein gemeinsames Unternehmen, z.B. eine GmbH & Co. KG sicher gestellt wird, ist der Ausstieg eines Projektmitgliedes vertraglich festgelegt. Das ausscheidende Mitglied kündigt oder scheidet bei Versterben aus der Gemeinschaft aus. Die Auszahlung des so genannten Auseinandersetzungsguthabens erfolgt auf Grundlage der Wertbestimmung des Projektes und dem Guthaben des Mitgliedes. Das Projekt übernimmt in diesem Fall die Vergabe der freien Wohnung und stellt die Auszahlung sicher. Die entsprechenden Fristen werden bei der Gesellschaftsgründung gemeinsam festgelegt. Im Erbfall wird analog verfahren.

 

Was ist gemeinschaftliche Finanzierung?

 

Auf dem herkömmlichen Wohnungsmarkt ist es üblich, das jede Partei eines Mehrfamilienhauses die eigene Wohnung selbst finanziert. Diese Möglichkeit besteht auch für Wohnprojekte.

 

Allerdings bietet eine gemeinschaftliche Finanzierung zwei wesentliche Vorteile für nachhaltiges gemeinschaftliches Wohnen:

 

  1. Eigenkapital
    Ein Finanzierungsbaustein ist das Eigenkapital. Wird ein Projekt gemeinschaftlich finanziert, besteht die Möglichkeit auch Menschen mit wenig Eigenkapital oder denjenigen, die keine eigene Finanzierung auf die Beine stellen können, die Teilnahme am Projekt zu ermöglichen.

 

  1. Nachhaltigkeit der Projektidee
    Durch den Gesellschaftsvertrag lässt sich rechtssicher festlegen, daß bei Auszug oder Versterben eines Projektmitgliedes die bleibenden BewohnerInnen bestimmen können, wer in die frei gewordene Wohnung einzieht. Auch der Erbfall kann so geregelt werden, daß die Erben nicht ohne Zustimmung der ProjektbewohnerInnen einziehen. Damit wird erreicht, daß das Projekt langfristig nur von Menschen bewohnt wird, die die gemeinsame Idee mittragen.

 

Bei der gemeinschaftlichen Finanzierung bringt jede Partei einen Eigenkapitalanteil in das Projekt ein. Jede Partei zahlt Miete, die dazu beiträgt Zins- und Tilgungszahlungen an die Banken, eine Instandhaltungsrücklage und weitere Kosten zu decken. Ein hoher Eigenkapitalanteil einer einzelnen Partei kann zu einer geringeren Monatsmiete führen. Bringt ein Mitglied den Betrag an Eigenkapital ein, der den Herstellungskosten seiner Wohnung entspricht, kann die monatliche Zahlung so weit reduziert werden, das nur die Instandhaltungsrücklage sowie nicht auf die Miete anrechenbare Kosten berücksichtigt werden.

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